Eine Haftpflichtversicherung stellt einen Versicherungsvertrag dar, der die Funktion erfüllt, einen Versicherten im Falle von gegen ihn gerichteten Schadensersatzansprüchen gerecht zu entschädigen.
Macht jemand solch einen Anspruch auf Schadensersatz gegen den Versicherten gültig, kommt der Schutz auch zustande, hat der Versicherte seine Sorgfaltspflicht verletzt.
Bei solchen nicht berechtigten Ansprüchen gegen den Versicherten, gewährt die Haftpflichtversicherung auch einen so genannten passiven Rechtsschutz. Eine solche Versicherung basiert auf freiwilliger Basis, jedoch gibt es Fälle, in denen sie doch vorgeschrieben ist. Solche sind bei der Haltung eines Kraftfahrzeugs gegeben, da sich dadurch große Unfallrisiken ergeben. Auch sind Jäger wegen ihrer in Gebrauch genommenen Schusswaffen zur Haftpflichtversicherung verpflichtet.
Die Haftpflichtversicherung bezieht sich auf zahlreiche Lebensbereiche und muss nach diesen eingeteilt werden. Etwa die Tierhaftpflichtversicherung deckt Risiken ab, die mit der Haltung von Haustieren entstehen können. Die Berufshaftpflichtversicherung sichert gewisse Berufsgruppen ab, wie Beamte, freiberufliche Ärzte, Architekten, Bauingenieure, aber auch Notare und Wirtschaftsprüfer.
Eine gut abgestimmte Haftpflichtversicherung kann erhebliche Kosten im Falle von Schadensersatzansprüchen vermeiden. Gesetzt dem Fall, man hat einen Unfall und wird als Schuldiger verurteilt. Dabei entstehen oft auch Personenschäden neben den Sachschäden, was immense Summen für den Unfallverursacher bedeuten kann. Eine Haftpflichtversicherung verhindert hier einen Schuldenberg, den ein nicht Versicherter kaum selbst in der Lage wäre zu abzutragen.
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